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Zepterquarze von Plohn

Fundstellen > Fundstellen im Kirchberger Granitmassiv

Die kleine Gemeinde Plohn liegt nicht weit vom vogtländischen Lengenfeld entfernt und ist in den letzten Jahren weit über die Grenzen des Vogtlandes hinaus durch seinen Freizeit und Märchenpark bekannt geworden. Da dieser Ort direkt im Kontaktgebiet zum Kirchberger Granitmassiv lieg, machten in den letzten Jahren auch einige spektakuläre Mineralienfunde auf diese Gegend aufmerksam. Schon seit Jahrhunderten werden besonderst im Randbereich des Granitmassivs immer wieder erstaunliche Funde von schönen Pegmatitmineralien gemacht. So zum Beispiel der hervorragende Fund im März 2008 durch die vogtländischen Sammler Pestel, Kasiske und Fortak.
In der LAPIS,Jg. 34- Nr.10-Ausg. Okt.2009, stellen die Autoren
G. Seifert und S. Meier auf den Seiten 15 bis 19 einige Pegmatitmineralien aus diesem Gebiet vor. Unter anderem berichten Sie in Ihrem Beitrag über den Fund von Zepterquarzen. Hierzu nun folgende Ergänzung:
Am 10. Okt. 1995 besuchte ich mit meinem Sammelfreund
G. Seifert die damalige Baustelle des Freizeitparkes in Plohn. (Der in der LAPIS angegebene Zeitraum zum Fund der Zepterquarze muß auf die Jahre 1995 bis 1996 berichtigt werden). Einige Sammler hatten sich schon vorher am anstehenden Pegmatit zu schaffen gemacht, ohne den gewünschten Erfolg zu erzielen. An diesem Tag untersuchte ich den Pegmatit etwas genauer. Die Körnung des Pegmatits war überdurchschnittlich grob ausgebildet und es zeigte sich auch einige Anzeichen für eine in der Nähe befindlichen Druse. Nach etwa 30 cm Tiefe öffnete sich dann auch die erste kleine Druse mit etwa 40 cm Länge, welche schon die ersten Quarze mit Zepterausbildung lieferte. Im Laufe des Tages konnte ich noch zwei weitere Drusen in dieser Größenordnung öffnen und einige schöne Stücke bergen. Der Pegmatit setzte sich weiter nach unten in die Tiefe fort. Dieser wurde dann später durch die Sammler G. Seifert und F. Flechsig weiter abgebaut und auch sie konnten noch einige sehr schöne Stufen bergen.
Der Fund dieser hervorragenden Stufen ist für das Gebiet des Kirchberger Granitmassiv
s wohl einmalig. So entgingen sie ihrer sicheren Zerstöhrung durch die Bautätigkeit und konnten für die Nachwelt erhalten werden.

Im Folgenden zeige ich Ihnen einige der Fundstücke:








Skizze zur geologischen Situation an der Fundstelle



Skizze zum Vergrößern anklicken.









Der Autor im geöffneten Pegmatitbereich und ein Teil der Ausbeute (Im Bild oben links).
Fotografiert am 10.Okt.1995 von G Seifert.

Die Minerale des Pegmatits:
Rauchquarz**
zum Teil mit amethystfarbiger Zepterbildung.
Orthoklas**
Dieser ist zum großen Teil angelöst und meist schon in Mikroklin umgewandelt.
Mikroklin**
in schönen Kristallen, zum Teil mit gerundeten Flächen.
Rutil**
selten als Sagenit
Muskowit**

nur in kleinen Kristallen
Hämatit
als Krusten und in erdiger Form






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Sehr schöne, etwa 8 cm hohe Amethyst-Zepterquarzstufe von Plohn im Durchlicht.
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Stufe mit schlanken Rauchquarzen** auf angelösten Orthoklas** (Stufenbreite ca.10 cm)
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Zwei sich kreuzende Zepterquarze mit kleinem Zepter ( Stufenbreite etwa 11 cm).
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9 x 4 x 3,5 cm großer Einzelkristall mit sehr schöner, zum Teil gefensterter Zepterbildung.
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Eine etwa 8 cm hohe Zepterquarzgruppe mit Feldspat**
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Blasse Zepterbildung auf 9 cm hohen Quarzkristallen mit Orthoklas*
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Einzelkristalle bis 7 cm Größe im Tessiner Habitus, zum Teil mit Zepterbildung.
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Quarze** im Tessiner Habitus, eingebettet in einer Matrix aus feinem Glimmer (Stufenbreite 10 cm)
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Mikroklin** mit Muskowit** und Hämatit (Größe der Stufe etwa 11 x 8 cm)
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Fundmöglichkeiten bestehen heute auf dem Gelände des Freizeitparkes nicht mehr.

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letzte Änderung am 12.01 2018 | vogtlandkristall@web.de

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