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Aktuelles
Zur Zeit steht der Diabassteinbruch bei Reimersgrün unter den vogtländischen Fundstellen mit Sicherheit auf einem der ersten Plätze! Noch vor nicht all zu langer Zeit waren meistens nur einige einheimische Sammler vor Ort. Angezogen durch die guten Fundmöglichkeiten im Steinbruch kommen heute auch Mineraliensammler aus Thüringen, dem Erzgebirge und aus anderen Gebieten zum Sammeln ins Vogtland.
In diesem Zusammenhang möchte ich darauf hinweisen, daß das Mineraliensammeln im Steinbruch nach wie vor nicht erlaubt ist und die Sammeltätigkeiten zur Zeit nur eingeschränkt geduldet werden !!!
Zum jetzigen Zeitpunkt wird auf neun Sohlen Material für Schotter und Splitte abgebaut. Durch den rasanten Abbau werden immer wieder gute Drusen und Klüfte mit den verschiedensten Mineralien erschlossen. So wurden im Bereich der 6. bis 9. Sohle wieder sehr schöner Calcit** und Dolomit** gefunden. Besonders interessant sind die Funde von den verschiedensten Ni-Erzen im Bereich der 8. Sohle. Weiterhin belegen die Funde von Bleiglanz**, Pyrit**, Antimonit**, Kupferkies**, von Fahlerzen**, Epidot** und Paradoxit** den aktuellen Mineralreichtum der Fundstelle.
Ich möchte Ihnen nun einige meiner Funde vorstellen, welche ich ab Juni 2008 machen konnte :
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Die Calcit-Dolomitdruse vom Herbst 2008...
(Bildbreite etwa ein Meter, die Druse ist im Innern fast doppelt so groß wie auf dem Foto zu sehen.)
...und ein Teil der Ausbeute!
(Zum Vergleich: Die große Dolomitstufe hinten links ist etwa 36 cm Breit)
Das Auffinden dieser hervorragenden und mit etwa 70 cm im Durchmesser doch recht großen Druse wahr eigentlich eine reine Glückssache...
... Am 09. November 2008 besuchte ich wieder einmal den Reimersgrüner Steinbruch, und wie viele andere Mineralienfreunde auch tat ich dies zwei bis drei mal in der Woche. In dieser Zeit wurde ein besonders höffiger Bereich im Steinbruch abgebaut und es konnte nach jeder Sprengung mit einem guten Fund gerechnet werden. Nach ca. einer Stunde, ohne besonderen Erfolg, wollte ich die Suche für diesen Tag abbrechen, als mir ein größerer Steinbrocken mit einige bis zu faustgroßen Dolomitdrusen auffiel. Nach kurzem Suchen entdeckte ich in der Bruchwand weitere solche Drusen, an denen schon gearbeitet wurde. Auf den noch anstehenden hochglänzenden Dolomitkristallen waren sogar noch einige schöne Kupferkieskristalle aufgewachsen.
Mit Hammer und Meißel ging es nun ans Werk, um ein paar Proben zu bergen. Aber schon nach einigen Schlägen gab der Fels nach und es öffnete sich eine weitere Druse mit etwa 20 cm Durchmesser. Die ersten Stufen mit Calcit und Dolomit konnte ich als schöne Schwimmerstufen bergen! Nach weiterer Bearbeitung dieser Druse öffneten sich noch größere Hohlräume, so daß die Ausmaße am Ende etwa 50 x 70 x 70 cm betrugen. Es war schon recht dunkel geworden und so packte ich die frisch geborgenen Stufen sorgfältig ein. Noch am selben Abend wollte ich den Fund reinigen und begutachten.
Die meisten Stufen bestanden aus sehr gut auskristallisiertem Dolomit und auf einigen befanden sich bis zu 2 cm große blau-grau gefärbte bis farblos ausgebildete Calcite. Die größte Dolomitstufe hat das Ausmaß von ca. 36 x 22 x 11 cm. Die schönste sehr gut ausgebildete Calcitstufe ist 19 x 15 cm groß und wie die meisten anderen Stufen vollkommen ausgeschwimmert.
Bei den Nacharbeiten an der Druse bargen andere Sammler noch einige kleinere Stufen, zum Teil mit sehr schönen bis zu etwa 5 mm großen hochglänzenden Kupferkiesen.
Von sehr schöner Ausbildung ist diese leicht blau-grau gefärbte Calcitstufe,
(Grösse etwa 7 x 6 cm)
Dieser etwa 13 cm breite Dolomitigel ist mit einigen durchsichtigen Calcitkristallen besetzt.
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Nickelin vom Feinsten !
Das nebenstehende Bild zeigt eine Druse mit hervorragend ausgebildetem Nickelin, welcher hier in nieriger Form und frei ausgebildet vorliegt. Dolomit begleitet ihn als kleine Kristalle und beide werden teilweise von dünnen Krusten aus Erythrin und Annabergit überzogen. Mit den Abmessungen von 18 x 13 x 8 cm erreicht die Stufe auch eine beachtliche Größe. ( Eigenfund im April 2009 auf der 8. Sohle.)
Weitere, zum Teil gut ausgebildete Minerale, wie Millerit**, Pyrit**, Kupferkies**, Violarit**, Fahlerz**, Calcit** und Dolomit**, sowie einige Ni-Silikate, konnten hier ebenfalls gefunden werden.
Interessant ist auch das Auftreten von in Calcitkristallen eingewachsenen Antimonitnadeln und Pseudomorphosen von Antimonocker nach Antimonit** im selben Bereich der 8. Sohle.
Als die 9. Steinbruchsohle angefahren wurde, konnte ich noch einige schöne kleine Stufen mit Bleiglanz** und mit Fahlerz** unterhalb des Fundbereiches der 8. Sohle bergen. Zum Teil treten beide Minerale auch nebeneinander mit Dolomit**auf. Dabei erreichen die Kristalle der Erze Grössen bis zu 5 mm und sind von guter Qualität. Der Bleiglanz ist teilweise schon zersetzt und es haben sich auf ihm schon kleinste Cerrussite ausbilden können.
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Ausgezeichnete Epidot**- und Paradoxit**-Stufen !
Die wenigen und für das Vogtland bisher einzigartigen Stufen mit Epidot und Paradoxit stammen von der 9. Sohle ( gefunden im Juli 2009) und sind alle durch Wegätzen des ihnen umgebenen Kalkspates freigelegt worden.
Hier eine super (knapp 4 cm breite) Stufe mit Epidot**, Paradoxit**, Eisenglanz** und kleinen Quarzen !!!
Ausgezeichnet ist auch diese etwa 14 cm breite und kräftig fleischfarbene Paradoxitstufe !
Sie zeigt das Mineral in zwei Abfolgen:
-Die Erste besteht aus bis zu zwei cm großen Kristallen.
-Auf ihr sitzt die zweite Generation mit kleineren Kristallen auf.
Diese hervorragende, mit bis zu drei cm langen Epidotkristallen besetzte Stufe hat eine Größe von 20 x 15 x 12 cm.
Eine kleine Gruppe von Paradoxitkristallen und etwas Pyrit runden das Bild perfekt ab. Der Unterbau dieser Druse besteht aus langfaserigem Asbest.
Weitere Stufen erreichen Größen von bis zu 30 cm Länge !
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Weitere Funde aus dem Bereich der 7. bis 9. Abbausohle :
Dolomit**
auf Pyrit**
(Bildbr. 17 cm)
Tennantit**
auf Dolomit**
Einige kleinere und sehr flächenreiche Kristalle sind fast kugelförmig ausgeblidet und werden als Binnit bezeichnet. (Bildbr. 3 cm)
Antimonit**
in Calcit**
Die feinen Antimonitnadeln sind im Calcit eingelagert und färben ihn dadurch schwarz.
(Bildbr. 4,5 cm)
Calcit** auf Quarz**
und Goethit**
(Bildbreite ca.14 cm)