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Die Hans Georg-Fundgrube zu Röttis

Fundstellen > Fundstellen des Altbergbaus











Ansicht der mit Bäumen bewachsenen Halde der Hans-Georg Fundgrube bei Röttis im Sommer des Jahres 2009



Eines der interessantesten Mineralien im Vogtland ist das Ni-Silikat ,,RÖTTISIT´´von der ,,Hans Georg-Fundgrube´´(Betriebszeit der Grube von 1856 bis 1879) bei Röttis. Er wurde 1859 durch den Mineralogen F. A. Breithaupt das erste Mal von dieser Fundstelle beschrieben und zählt damit zu den Typlokalitäten aus dem Vogtland. In den vergangenen fünfundzwanzig Jahren besuchte ich diese Fundstelle immer wieder, wobei die Ausbeute meistens bescheiden war. Im August 2007 gelang mir dann mein bisher bester Fund auf dieser kleinen Halde. Die Stücke sind von guter Qualität und erreichen dabei auch selten Größen bis zu 30 cm Durchmesser! Röttisit kommt auf fast allen Stücken zusammen mit Pimelit in erdiger bis schuppiger Ausbildung vor. Interessant sind einige wenige Stufen, wo die Nickelsilikate mit dem Ganggestein eine Brexie bilden. Als Seltenheit konnte auch noch ein kleines Stück von Nickelin ( Durchmesser etwa 1,5 cm), welches ganz von Pimelit umkrustet ist, geborgen werden. Weitere Mineralien aus meinem Neufund sind Calcit**, Limonit (pseudomorphos nach Siderit**), Limonit als Brauner Glaskopf und Erythtrin in krustiger bis rosettenförmiger Ausbildung auf Ganggestein.

Funde von Chrysopras und Chrysokoll, sowie einige mit Wad überzogene Röttisitstufen zeigen eine interessante Paragenese dieser Lagerstätte. Auf der Halde findet man auch grob spätigen Baryt und derbe Stücke von Braunspat. In kleine Drusen im Braunspat finden sich weiße bis farblose Calcitkristalle, sowie auch kleine Quarze zusammen mit Chalcedon. Letztere sind durch Eisen- oder auch Manganoxyde verunreinigt und zeigen dadurch eine grau-schwarze Färbung. Interessant ist auch, daß Chalcedon und Chrysopras in den meisten Röttisitstufen feinste Risse und Spalten ausfüllen.
Aus der Zeit des aktiven Bergbaus sind noch weitere Mineralien, wie Azurit, Malachit, Zinkblende, Cerussit, Homichlin und Galenit bekannt.

Einige Minerale der Fundstelle:













Limonit pseudomorphos nach Siderit**
( Stufenbreite ca. 14cm)

Bild rechts:
Erythtrin in feinnadliger, rosettenförmiger Ausbildung (Bildbreite etwa
5 cm)





Bild links:
ca. 2 cm große Druse mit wasserklaren
Calcitkristallen













Brauner Glaskopf von der Hans Georg-Fundgrube ist eine Seltenheit
(Stufengröße: 8 x 8 cm, Fund im Juli 2007)

Die oben abgebildete, etwa 7 x 5,5 cm große Pimelitstufe ist stellenweise mit Wad überzogen.

Diese ca. 4 x 5 cm große Chrysokollstufe (Fund im Mai 1983) ist ebenfalls eine Rarität der Hans Georg-Fundgrube zu Röttis.












Nickelin habe ich in den vielen Jahren nur zweimal finden können. Es sind durchweg kleine Stücke welche im Randbereich immer in Nickelsilikate umgewandelt sind. Dieses Stück stammt vom Sommer 1983 und sitzt in einer Gesteinsmatrix aus Braunspat. Die Bildbreite beträgt etwa 2 cm.







Röttisit und Pimelit als Brexie mit Ganggestein
(ca. 18 cm breite Stufe)





Chrysopras bildet selten solche kollomorphen Gebilde (7 x 6 x 4,5 cm), die dann auch polierfähig sind. Eigenfund im Mai 2000.


















Bild links:
7 cm hohe Röttisitstufe

Oben: Knollig bis traubig ausgebildeter Chalcedon, Bildbreite ca. 4,5 cm.



Neben der Fundstelle zeigt sich die Natur von ihrer schönsten Seite: Kornblumen im Weizenfeld.



Die Fundmöglichkeiten:
Auf der Hans-Georg-Fundgrube lassen sich bei genügend Fleiß und Ausdauer noch immer gute Funde von RÖTTISIT und den anderen Mineralien machen.

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letzte Änderung am 20. März 2018 | vogtlandkristall@web.de

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